In den gehobenen Bars Kaliforniens kann man nun CBD-infundierte Cocktails genießen, während die Cannabis-freundliche Kultur Oregons einen kontinuierlichen Anstieg von CBD-IPA (India Pale Ale) verzeichnen kann. Ferner mischt Kanada seit 2019 im Geschäft mit CBD-infundierten alkoholischen Getränken mit.
Aus globaler Sicht gehen Experten davon aus, dass dieser Trend der Brauereien, die mit lizenzierten Marihuana-Unternehmen kooperieren, bald zu einem großen Teil der legalen Marihuana-Branche werden wird.
Aber selbst wenn Du CBD und Alkohol getrennt voneinander konsumierst, kannst Du trotzdem davon ausgehen, dass sie miteinander interagieren. Tatsächlich ist man der Ansicht, dass, selbst wenn ein paar Stunden zwischen dem Konsum beider Substanzen liegen, sie einander trotzdem beeinflussen.
Wenn Alkohol konsumiert wird, gelangen ungefähr 20% davon über den Magen sofort in den Blutkreislauf, während die restlichen 80% über den Dünndarm aufgenommen werden. Sobald Alkohol in die Blutbahn gelangt, wird er zur Weiterverarbeitung und Metabolisierung in die Leber transportiert.
Alkohol verfügt über eine Vielzahl von Effekten auf das Gehirn und den Körper – sowohl kurz- als auch langfristig. Kurzfristig gesehen neigt Alkohol dazu, kognitive Beeinträchtigungen, schlechtes Urteilsvermögen, Koordinationsverlust, Konzentrationsstörungen und Stimmungsschwankungen zu verursachen. Ferner können visuelle Beeinträchtigungen, hoher Blutdruck und Übelkeit die Folge sein. Langfristig kann Alkohol chronische Erkrankungen wie Gedächtnisverlust, Depression, Lernschwierigkeiten, und Leberfibrose verursachen.
Nach dem Konsum wird CBD von einem regulatorischen System verarbeitet, das als Endocannabinoid-System (ECS) bezeichnet wird. Das ECS ist ein Netzwerk von Rezeptoren im gesamten Körper, das mit den Cannabinoiden und Enzymen interagiert, um bestimmte Effekte hervorzurufen. Wissenschaftler sind der Auffassung, dass das ECS für die Regulierung der Homöostase (inneres Gleichgewicht).
Obwohl CBD keine ausgeprägte Affinität zu den beiden Hauptrezeptoren des ECS aufweist, zeigen Untersuchungen, dass es direkt und indirekt mit mehreren anderen Arten von Zellrezeptoren interagiert. Hierzu zählen mitunter 5-HT-Rezeptoren (5-Hydroxytryptamin), PPAR-Rezeptoren (Peroxisom-Proliferator-aktiviert) und TRPV1-Rezeptoren (Transient Rezeptor Potential Vanilloid Typ 1) und andere.
Klinische und Tierstudien zeigen, dass CBD möglicherweise über eine breite Palette an Anwendungen verfügen könnte. Da CBD jedoch über ein derart komplexes physiologisches Netzwerk wirkt und wir alle verschieden sind, variiert die Stärke des Effekts möglicherweise von Person zu Person.
Cannabis und Alkohol sind beide Beruhigungsmittel, und wenn Du sie gleichzeitig konsumierst, werden ihre Wirkungen höchstwahrscheinlich gegenseitig verstärkt. Beruhigungsmittel wirken auf das zentrale Nervensystem. Wenn es in kleinen Dosen konsumiert wird, hat CBD eine anregende Wirkung. In hohen Dosen zeigt CBD jedoch auch entspannende Eigenschaften.
In einer klinischen Studie (Consroe et al., 1979) aus dem Jahr 1979 wurde menschlichen Testpersonen Alkohol und anderen eine Kombination aus Alkohol und CBD verabreicht. Die Forscher stellten in Bezug auf Rausch oder Beeinträchtigung "wenige Unterschiede" zwischen den beiden Gruppen fest, wobei beide Gruppen eine deutlich reduzierte Funktionsfähigkeit aufwiesen. Interessanterweise stellten die Forscher fest, dass Probanden, die auch CBD konsumierten, niedrigere Blutalkoholwerte aufwiesen als diejenigen, die nur Alkohol konsumierten. Das deutet darauf hin, dass CBD eine gewisse Rolle bei der Regulierung des Blutalkoholspiegels spielen könnte.
Anekdotische Hinweise deuten jedoch darauf hin, dass der gleichzeitige Konsum von Cannabidiol und Alkohol die entspannende Wirkung beider Substanzen verstärkt. Mit zunehmendem Rauschzustand kannst Du auch mit einem größeren Hemmungsverlust und verminderter motorischer Koordinationsfähigkeit rechnen.
Es gibt Hinweise darauf, dass CBD im Zusammenhang mit Alkoholkonsum tatsächlich einige positive Auswirkungen haben könnte.
Zumindest könnte die Einnahme von CBD nach dem Alkoholkonsum Deine Kater-Symptome verbessern (Parker et al., 2011). Da die Kombination von Alkohol und Cannabidiol relativ unbedenklich zu sein scheint, könnte die Einnahme einer Dosis CBD gegen Ende Deines Alkoholkonsums dem Kater entgegenwirken.
vielleicht interessant
Categories
Konto
Information
Unsere Angebote
Unsere Webseite wird nicht funktionieren, wenn diese Cookies deaktiviert sind. Deshalb können die funktionalen Cookies nicht deaktiviert werden.